Donnerstag, 24. November 2016

So geht Dresden

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, so beginnt ein Aufruf von Dresdner Politikern, Unternehmern, Künstlern und Bürgern. Natürlich ist dieser Aufruf auch eine Reaktion auf die medienwirksamen Pöbeleien am 3. Oktober. Denn gerade solche asozialen Äußerungen prägen derzeit das Bild Dresdens. Gern wird dabei übersehen, dass 2000 PEGIDA-Demonstranten bei 550.000 Einwohnern nicht gerade die Mehrheit bilden, auch wenn diese anderes von sich behaupten. Hinzu kommt, dass ein nicht unwesentlicher Teil gar nicht aus Dresden kommt, sondern aus den umliegenden kleinen Städten und Dörfern: Freital, Heidenau, Reinhardtsdorf-Schöna…
Wie auch immer. Es gab und gibt regelmäßig Aktionen in Dresden, die ein anderes Bild aufzeigen. Unvergessen sind z.B. die jährlichen Menschenketten und Blockaden gegen die rechtsextremistischen Demonstrationen anlässlich des 13. Februars, dem Jahrestag des Bombardements Dresdens 1945. Getragen werden solche Aktionen von der Landeshauptstadt sowie Initiativen wie Dresden Nazifrei oder Dresden für alle.
Nun also der Aufruf zu Respekt und Menschlichkeit. Neu daran ist, dass sich alle seriösen Parteien von CDU bis Linke hinter diesen Aufruf gestellt haben. „Trotz unterschiedlicher politischer Meinungen einen uns die Grundrechte unseres Grundgesetzes“, wird darin der Konsens formuliert. Schade, dass man das heute extra betonen muss, und zwar nicht nur in Dresden.
Foto: Klaus Heidemann

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