Samstag, 21. Mai 2016

Homeoffice als Arbeitsmodell der Zukunft?


„Man muss miteinander sprechen, raus aus der Nische, sich mit Kollegen austauschen – auch mit denen aus anderen Abteilungen.“
Marcus Engman, Chefdesigner bei IKEA, in der Frankfurter Sonntagszeitung vom 1. Mai 2016

Manche Trends tauchen alle Jahre wieder auf und werden jedes Mal als gerade äußerst zeitgemäß gefeiert. Das Arbeiten im Homeoffice ist ein solcher. Früher war es die Hoffnung, Bürokosten zu sparen, heute geht es vor allem um die Individualisierung des Arbeitsalltags.
Doch wie man bereits an der Auswahl des Zitats leicht erkennen kann, halte ich diese Tendenz für kritisch. Sicherlich: Für manche Tätigkeiten im kreativen Gewerbe mag das Homeoffice ein geeigneter Arbeitsort sein. Pixelretusche oder das Vektorisieren von Grafiken mögen Beispiele dafür sein. Doch für den kreativen Schaffensprozess taugt ein solches Arbeiten im stillen Kämmerlein m.E. nicht, zu wichtig sind dabei das Einholen von Erfahrungen und der Austausch von Ideen. Denn ohne diesen Input reicht es maximal für Mittelmäßigkeit. Aber wahrscheinlich wird, wie bereits vor einigen Jahren, aus Erfahrung ein Umdenken stattfinden. Vielleicht heißt es dann wieder: Alles zurück ins Büro.
Foto: Klaus Heidemann, 2003

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