Montag, 25. März 2013

Typojournal 4 erschienen: „Das Schriftschaffen im deutschsprachigen Raum“

Wahrscheinlich jeder Grafiker ist schon einmal mit Schriften von URW++ in Berührung gekommen. Doch wer kennt schon die Geschichte dieses traditionsreichen Unternehmens? Die vierte Ausgabe des liebevoll umgesetzten Periodikums Typojournal behandelt das Thema „Das Schriftschaffen im deutschsprachigen Raum“ in gewohnt ausführlicher und kompetenter Weise. Schon die ersten drei Ausgaben mit unterschiedlichen Themen überraschten als umfangreiches Kompendium. In dieser Ausgabe nun werden traditionsreiche Unternehmen der schriftschaffenden Zunft vorgestellt, doch auch junge Unternehmen und Ausbildungsstätten kommen nicht zu kurz. Nur das Bejubeln der Kundenfreundlichkeit von Fontshop kann ich aus einer eigenen Erfahrung heraus nicht nachvollziehen. (Ganz anders dagegen LucasFonts, wie hier beschrieben.) Schmunzeln musste ich dagegen über den Passus im gleichen Artikel „…die 900 Schriften in einer Drucksache ließen das System immer wieder abstürzen“. Gerade jüngere Grafiker können sich wahrscheinlich heute kaum vorstellen, wie mit damals üblichen stark limitierten Festplatten- und Arbeitsspeichern gearbeitet wurde.
Bestellen kann man dieses wunderbare Heft übrigens bei fonts.info

Samstag, 23. März 2013

Naturerlebnis Ecuador inkl. Galápagos

Der Lateinamerika- und Karibikspezialist Amería Tours hat die Naturrundreise in Ecuador komplett überarbeitet. Neu sind der u.a. Flug in die Kapawi-Lodge, von wo aus Ausflüge in den Dschungel unternommen werden, sowie die Ergänzung des Landprogramms um ein 5-tägiges Galápagos-Insel-Hopping. In der Andenregion werden die Individualgäste dabei von einer deutschsprachigen Reiseleitung, im Dschungel und auf Galápagos von englischsprachigen Naturführern begleitet. So wird diese Naturrundreise zu einem Erlebnis aller vier Regionen Ecuadors mit seiner ganzen Artenvielfalt der Flora und Fauna.
Alle Informationen zur Ecuador-Naturrundreise bei Amería Tours.

Samstag, 9. März 2013

Linotype ist Geschichte

Die bekannte deutsche Firma Linotype, eng verbunden mit Schrifttradition, wurde bereits 2006 von Monotype übernommen. Das soll nun auch mit dem einheitlichen Namen umgesetzt werden. Ab sofort wird daher auch dort, wo „Linotype“ drin ist, „Monotype“ draufstehen.
Das Schriftanbieter-Portal Linotype.com soll allerdings unter gleichem Namen fortgeführt und laut Monotype im Angebot sogar noch erweitert werden. Auch „die Linotype Library als Synonym für hochwertiges Schriftdesign besteht als aktives Type-Label weiter“, so Monotype.
Doch schon die ersten Schriftenpakete anlässlich der Umfirmierung wurden unter dem Namen Monotype veröffentlicht. Man darf gespannt sein, die Umbenennung künftig haben wird.

Dienstag, 5. März 2013

Urteilsbegründung: Keine „störenden Umständen des Einzellfalls“

Wie bereits hier geschrieben wurde in Dresden ein in meinen Augen sehr fragwürdiges Urteil gesprochen. Ein Angeklagter wurde für Taten, die ihm nicht nachgewiesen wurden, zu fast zwei Jahren Freiheitstrafe ohne Bewährung verurteilt. Nun liegt die schriftliche Urteilsbegründung vor. „Doch auffällig ist, dass sich aus ihr nicht ergibt, aufgrund welcher Äußerung Tim H. verurteilt wurde“, schreibt SPON. „Dabei hatte in der Verhandlung sogar der Hauptbelastungszeuge … betont, dass der Mann … nicht Tim H. gewesen sei“, heißt es dort weiter. Der Richter sah die Beweislage offenbar anders. „Letztlich ging es dem Gericht darum, pauschal die Auseinandersetzungen am 19. Februar 2011 abzuurteilen, ohne sich mit den störenden Umständen des Einzellfalls zu beschäftigen. Diese Urteilsbegründung ist keine", zitiert SPON Verteidiger Richwin. Mit dieser Meinung steht er nicht allein da. Wenn die Presseberichte so stimmen (diese Einschränkung muss ich hier wieder machen, da sich mein Kenntnisstand ausschließlich daraus begründet), dann wäre das ein Skandal sondersgleichen. Hier wurden offenbar jemand verurteilt für Taten, die ihm nicht nachgewiesen wurden. Wenn so etwas in Bananenrepubliken passieren würde, wäre es in allen Nachrichtensendungen. Ich kann nur hoffen, dass diese Berichterstattung auch in diesem Fall passiert und dieses Urteil vor höheren Instanzen nicht standhält.