Samstag, 12. Januar 2013

Wert und Bewertung von Kommunikationsdesign

Achim Schaffrinna veröffentlicht in seinem Designtagebuch interessante Beispiele und Gedanken über die Bewertung von Kommunikationsdesign in der Presseberichterstattung und der offensichtlich geringen Wertschätzung dieser Arbeit. „Wer allerdings in dieses Themenfeld vorstößt und (ein) Design in Frage stellt, von dem darf erwartet werden, zumal ein Verlagshaus im Hintergrund steht, dass man sich ernsthaft mit dem Thema befasst, bevor Artikel verfasst werden,“ fordert Schaffrinna von den Journalisten. Er kritisiert den manchmal sehr polemische Umgang mit kreativer Arbeit, und das zu Recht. Und doch ist es nicht allein ein Problem journalistischer Sorgfalt. Auch in anderen Branchen wird der Wert von Kommunikationsdesign manchmal völlig unterschätzt. Um bei dem Beispiel eines Logos zu bleiben: Im Idealfall sieht ein Logo aus, als ob es in fünf Minuten entworfen wäre. Dem ist natürlich nicht so, doch die intensiver Arbeit kann und darf man dem Logo nicht ansehen.
Der Artikel zeigt m.E. sehr deutlich, dass die einzelnen Prozesse kreativer Arbeit durch den Designer bestmöglich dokumentiert und dem Kunden kommuniziert werden sollten. Bei Arbeiten von öffentlichem Interesse könnte oder sollte gar die Lokalpresse in den Informationsfluss mit aufgenommen werden, sofern sie der daraus resultierenden Verantwortung gerecht werden kann. Allerdings zeigt der Artikel auch den Auftrag an die Öffentlichkeit, der Arbeit von Designern die Wertschätzung zukommen zu lassen, die sie verdient – auch wenn als Ergebnis nicht eine Tonne Stahl auf der Straße steht, sondern „nur“ ein Design entwickelt wurde.

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