Dienstag, 29. Januar 2013

Paraguay: Auf den Spuren deutscher Siedler

Paraguay und Deutsche? Da denkt man vielleicht zuerst an geflohene Nazis. Doch weit gefehlt. Die deutschen Siedler, vor allem die noch heute plattdeutsch sprechenden Mennoniten, kamen bereits Anfang des 20. Jahrhunderts nach Paraguay. Man versprach ihnen riesige unbewohnte Flächen im Chaco, die für Landwirtschaft gut geeignet wären. Doch unbewohnt fanden die eingereisten Siedler den Chaco nicht vor – hier lebten zahlreiche Stämme der Guaraní. Da Mennoniten Gewalt ablehnen, arangierten sie sich mit den Ureinwohnern. So profitieren bis heute Guaraní und Mennoniten voneinander.
Aufgrund mehrfacher Nachfragen hat Amería Tours die Reise „Auf den Spuren deutscher Siedler“ nun verändert und die Besuche von Estancias deutlich ausgebaut. So kann man das Leben der Guaraní und der Mennoniten hautnah mitverfolgen und übernachtet dabei auf den Estancias. Die Farmen, auf denen oftmals Rinderzucht betrieben wird, sind recht einfach eingerichtet (bei den Mennoniten gibt es keinen „Luxus“), aber ein authentisches Erleben wird so garantiert. Eine eindrucksvolle Reise.
Die Paraguayreise „Auf den Spuren deutscher Siedler“ kann bei Amería Tours ganz individuell ab 2 Personen zum Wunschtermin gebucht werden. Eine private deutschsprachige Reiseleitung und ein eigenes Fahrzeug ermöglichen die flexible Reisegestaltung. Allerdings ist die Reise in der Regenzeit u.U. nicht durchführbar, das die Wege über die Estancias oft nicht befestigt sind.

Montag, 28. Januar 2013

Hochmotivierte Mitarbeiter gesucht

Für ihr junges und dynamisches Team sucht die BRN-Zeitung auch 2013 wieder freie Mitarbeiter. Die textschreibende, zeichnende und fotografierende Zunft ist aufgerufen, sich zum Dienst zu melden. Einstellungsvoraussetzungen sind eine strapazierfähige Leber (die Redaktionssitzungen finden in der Kneipe statt), belastbare Nerven (in einer gelenkten Demokratie kann nicht jeder Recht haben) sowie einen nachgewiesenen Bezug zur Neustadt (der 27-seitige Anmeldebogen enthält Fragen von Atzelesen bis Zumbiertrinkengutgeeignet). Fachwissen ist nicht erforderlich. Das Honorar ist monetär gar nicht zu bewerten und wird deshalb auf Null festgesetzt. Auf Dich wartet eine ehrenvolle Aufgabe fürs Mutterland. Bewerbungen bitte ohne Lichtbild an stadtteilarchiv@googlemail.com

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Montag, 21. Januar 2013

Crowdfunding die zweite: Diesmal Immobilien

Crowdfunding ist ein Finanzierungsmodell, das derzeit in aller Munde ist. Auch die Sonntagszeitung der FAZ widmet sich diesem Thema, doch – Achtung – im Immobilienteil. Denn nach einer umfangreichen Einleitung über das Thema werden Immobilienprojekte vorgestellt, die so finanziert wurden. Ob ein in einen unterirdischen Park umgebautes altes Straßenbahndepot in New York City oder das Künstlerhaus „Kleine Ritter“ in Frankfurt/M., die genannten Beispiele zeigen die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Crowdfunding. Und gerade für die Kultur- und Kreativwirtschaft spielen Räume ja eine wichtige Rolle. Spannend.
Hier der Link zum Artikel

Sonntag, 20. Januar 2013

Freitag, 18. Januar 2013

Justizskandal in Dresden?

Wenn man eine Straftat begeht und diese nachgewiesen wird, dann wird man verurteilt. Dieser logische Zusammenhang war bisher Basis meines Verständnis’ der Rechtsprechung in Deutschland. Wie der Presse nun zu entnehmen ist, wird das offenbar nicht von allen so gesehen.
Zum Hintergrund: Anlässlich der Bombardierung Dresdens kommt es seit einigen Jahren im Februar zu Naziaufmärschen und natürlich zu Gegendemonstrationen. Im vergangenen Jahr gab es am Rande einer Gegendemonstrationen vereinzelt Ausschreitungen. Unter anderem wurde ein Polizeikessel durchbrochen.
Am vergangenen Mittwoch wurde nun am Amtsgericht Dresden ein Angeklagter verurteilt. Ihm wurden die Koordinierung des Ausbruchs und die damit einhergehenden Straftaten zur Last gelegt, melden die Medien. Und er wurde verurteilt, fast zwei Jahre Haftstrafe ohne Bewährung. Das Problem dabei: Laut übereinstimmenden Medienberichten (z.B. SPIEGEL und ZEIT) konnte dem Angeklagten das „Koordinieren“ NICHT bewiesen werden und er sei sogar für Straftaten verurteilt wurden, die er selbst gar nicht begangen habe. Erschwerend wäre hinzugekommen, dass der Angeklagte von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch gemacht habe. „Tatsächlich konnte die Staatsanwaltschaft in vier Verhandlungstagen weder eine allgemeine Tatbeteiligung noch konkrete Taten des Angeklagten nachweisen,“ schreibt der SPIEGEL und nennt das Urteil eine „linke Nummer“. „Wie kann jemand verurteilt werden, der nicht zweifelsfrei und eindeutig identifiziert wurde?“ fragt die ZEIT. Meiner Meinung nach völlig zu Recht, falls diese Berichte stimmen sollten. Diese Einschränkung muss ich machen, da ich die Verurteilung und die dazu gehörigen Kommentierungen wirklich nur aus der Presse kenne. Aber sollte das alles so stimmen, dann wäre das für mich ein Skandal sondergleichen.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Crowdinvesting nun auch für den Tourismus

Crowdinvesting hat mittlerweile einige sehr erfolgreiche Jahre aufzuweisen. Im Gegensatz zu Crowdfunding (einer der deutschen Vorreiter dieser vorrangig auf den kulturellen Bereich ausgerichteten Förderung ist Startnext) geht es beim Crowdinvesting um eine „Schwarmfinanzierung“ mit Gewinnerzielungsabsicht. Mit relativ kleinen Beträgen der dafür um so höheren Zahl an Investoren werden vornehmlich Startups finanziert. Zu den bekanntesten Firmen zählen sicherlich Seedmatch und Companisto, über die mittlerweile sehr große Summen an Investmentgeldern eingeworben wurden.
Nun gibt es mit Power4Projects also eine Crowdinvesting-Plattform speziell für den Tourismus- und Freizeitbereich. Als erstes Projekt wird die Eigenfinanzierung der Power4Projects.com-Plattform vorgestellt, eine für diesen Bereich nicht unübliche Herangehensweise. Man darf gespannt sein, wie sich diese Plattform weiterentwickelt und welche Projekte darüber finanziert werden.
Alle Informationen bei Power4Projects

Mitschnitt der Podiumsdiskussion „Kreativität und Wirtschaftlichkeit“ jetzt online

Am 5. Januar 2013 fand auf der Künstlermesse Dresden eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kreativität und Wirtschaftlichkeit – Wie Kunst und Geld zueinander finden“ statt. Fünf Vertreter verschiedener Einrichtungen erörterten Fragen nach dem Wert von Kunst für Unternehmen und den Rahmenbedingungen, denen die Vermarktung künstlerischer Arbeit unterliegt. Eineinhalb Stunden mit wirklich interessanten Aspekten und Ideen.
Den Audiomitschnitt gibt es hier

Samstag, 12. Januar 2013

Wert und Bewertung von Kommunikationsdesign

Achim Schaffrinna veröffentlicht in seinem Designtagebuch interessante Beispiele und Gedanken über die Bewertung von Kommunikationsdesign in der Presseberichterstattung und der offensichtlich geringen Wertschätzung dieser Arbeit. „Wer allerdings in dieses Themenfeld vorstößt und (ein) Design in Frage stellt, von dem darf erwartet werden, zumal ein Verlagshaus im Hintergrund steht, dass man sich ernsthaft mit dem Thema befasst, bevor Artikel verfasst werden,“ fordert Schaffrinna von den Journalisten. Er kritisiert den manchmal sehr polemische Umgang mit kreativer Arbeit, und das zu Recht. Und doch ist es nicht allein ein Problem journalistischer Sorgfalt. Auch in anderen Branchen wird der Wert von Kommunikationsdesign manchmal völlig unterschätzt. Um bei dem Beispiel eines Logos zu bleiben: Im Idealfall sieht ein Logo aus, als ob es in fünf Minuten entworfen wäre. Dem ist natürlich nicht so, doch die intensiver Arbeit kann und darf man dem Logo nicht ansehen.
Der Artikel zeigt m.E. sehr deutlich, dass die einzelnen Prozesse kreativer Arbeit durch den Designer bestmöglich dokumentiert und dem Kunden kommuniziert werden sollten. Bei Arbeiten von öffentlichem Interesse könnte oder sollte gar die Lokalpresse in den Informationsfluss mit aufgenommen werden, sofern sie der daraus resultierenden Verantwortung gerecht werden kann. Allerdings zeigt der Artikel auch den Auftrag an die Öffentlichkeit, der Arbeit von Designern die Wertschätzung zukommen zu lassen, die sie verdient – auch wenn als Ergebnis nicht eine Tonne Stahl auf der Straße steht, sondern „nur“ ein Design entwickelt wurde.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Flugverbindungen 2013 in die Karibik

Am liebsten möchte man das karibische Urlaubsziel direkt ohne Umsteigen erreichen. Manchmal ist das möglich, gerade bei „exotischen“ Zielen ist das aber nicht immer Fall. Neben der Dominikanischen Republik, die von Condor und Airberlin teilweise sogar zweimal täglich angeflogen wird, ist auch Cuba nahezu täglich direkt aus Deutschland angebunden. Immerhin wöchentlich stehen bei der Condor im kommenden Sommer Barbados (montags) und Tobago (montags) auf dem Flugplan, sogar zweimal wöchentlich fliegt die Airline Jamaica an (mittwochs und sonntags). Curaçao wird von Airberlin jeweils dienstags angeflogen, Zubringer dafür gibt es aus Hamburg, München und Dresden.
Doch manchmal geht’s nicht ohne Umsteigen: Zahlreiche Inseln werden via Amsterdam, London oder Paris angeflogen. Dafür wird man in der Karibik aber auch ausgiebig für seine Mühen belohnt.
Reiseziele in der Karibik bei Amería Tours

Dienstag, 8. Januar 2013

Kultur- und Kreativwirtschaft im Fokus der Dresdner Presse

Die Bundesinitiative Kultur- und Kreativwirtschaft hatte gestern zur Pressekonferenz geladen und dort die „Kreativpiloten“ Galerie Module und den „Bewegungsmelder“ Wir gestalten Dresden vorgestellt. Heute nun erschienen in Sächsischer Zeitung und Dresdner Neueste Nachrichten die Artikel. (Der Beitrag der Stadtteilzeitung ist noch nicht erschienen.)
Während sich die SZ auf die Galerie Module konzentrierte (immerhin erschien der Artikel im Kulturteil, und Wir gestalten Dresden ist ein WIRTSCHAFTsverband), eröffnet Uwe Hofmann von der DNN seine Artikel mit dem Zitat „Es geht nicht darum, dass ein paar Leutchen ein paar schöne Bilder malen.“ Entsprechend handelt der Artikel vornehmlich von wirtschaftlichen Aspekten. Die Arbeit von Verena Andreas und Torsten Rommel (beide Galerie Module), Katja Großer (Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft) sowie Maik Roßmann und mir (beide Wir gestalten Dresden) wird ausführlich vorgestellt, Probleme der Branche und Lösungen angesprochen. Absolut lesenswert.
PS.: Danke auch an Dietrich Flechtner für das wunderbare Foto.

Montag, 7. Januar 2013

Kreativität und Wirtschaftlichkeit – Rückblick auf die Podiumsdiskussion

Wir gestalten Dresden, der Branchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft, veranstaltete während der Künstlermesse Dresden eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Kreativität und Wirtschaftlichkeit – Wie Kunst und Geld zueinander finden“. Silke Wagler (Leiterin Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden), Ramona Wegener (T-Systems Multimedia Solutions), Simone Heller (Vorsitzende Sächsischer Künstlerbund und Künstlerin als „Moni West“), Sophia-Therese Schmidt-Kühl (Inhaberin der Kunstausstellung Kühl) und Tino Kreßner (Crowdfunding-Plattform Startnext) berichteten und diskutieren über verschiedene Formen der „Verwirtschaftlichung“ von Kunst. Moderiert wurde das Gespräch von Anja Dünnebier (Finanzvorstand Wir gestalten Dresden), an der Vorbereitung dieser Veranstaltung durfte ich mitwirken.
Aufgezeigt wurden u.a. Perspektiven für Präsentation und Vermarktung künstlerischer Arbeit für Bildenden Künstler in Dresden sowie der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Kunst. Auch die Arbeit mit dem Internet war ein wichtiges Thema.
Freuen konnten wir uns über eine der Lokalität angemessenen Zuschauerzahl. Kritisch anzumerken bleibt mir allerdings, dass unter den Besuchern vorrangig die „üblichen Verdächtigen“ anzutreffen waren, sprich: die künstlerisch Aktiven, die sich sowieso erfolgreich für die Verwirtschaftlichung ihrer Arbeit engagieren. Angesichts des auf der Künstlermesse vorherrschenden Tons der wirtschaftlichen Verzweiflung habe ich mir gewünscht, dass gerade auch „die anderen“ dieses Angebot annehmen. Das zeigt für mich leider wieder einmal, das trotz aller widrigen Umstände manche Probleme mancher Künstler einfach auch hausgemacht sind.
Abschließend möchte ich allen Beteiligten für diese erfolgreiche Veranstaltung danken. Ich glaube, dass interessante Ideen und Lösungen zur Sprache kamen und die Zuschauer zahlreiche Anregungen mitnehmen konnten. Danke.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Weniger ist mehr – auch in der Werbung

Gemeint ist damit nicht die (spärliche) Bekleidung im aktuellen Werbespot eines Handelsunternehmens, sondern eine grundlegende Richtlinie für jeden Werbeauftritt. „Ähnlich reagieren die Menschen übrigens im Fall von Hotelwerbung: Die Hoteliers sollten darin nur die besten Ausstattungsdeteils ihrer Zimmer angeben, denn der Hinweis auf weitere Ausstattungsgegenstände entwerten die Zimmer eher.“
In dem Artikel geht es eigentlich um eine ganz andere Thematik, aber die grundlegende Logik ist die Gleiche: Bei der Werbung sollte man nur die wichtigsten (Alleinstellungs-)Merkmale nennen, jede weitere Nennung unwichtigerer Eigenschaften wirkt dem Werbeeffekt entgegen. Also zu viel ist eben doch zu viel.
Quelle des Zitats: Artikelserie „Denkfehler, die uns Geld kosten“ in der Sonntagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen vom 23.12.2012