Montag, 9. Februar 2009

Guatemala: Lago de Atitlán


Der englische Schriftsteller Aldous Huxley schrieb in den dreißiger Jahren:
Der Comer See in Italien hält sich noch in den Grenzen des erlaubt Malerischen. Der Atitlán aber ist der Comer See, hinzugefügt den Schmuck ungeheurer Vulkane. Das ist etwas zuviel des Guten – eine unmögliche Landschaft.
Huxley hat vollkommen recht. Der Atitlán See – seit 1955 zum Nationalpark erklärt – wird von den drei Vulkanen Tolimán, Atitlán und San Pedro umrahmt und besticht mit unglaublicher Schönheit. Bereits der erste Anblick während der Anfahrt über die Berge läßt frohlocken: eine wirklich atemberaubende Landschaft. Das ist einer der Höhepunkte eines Guatemala-Besuchs. Am Ufer sitzen, den See und die Vulkane im Blick, die Ruhe genießen: so läßt es sich leben.
Der Atitlán See liegt etwa auf halber Strecke von Guatemala Stadt zur mexikanischen Grenze. Rings um den See gibt es ein paar Dörfer. Das Aussteiger-Einod Panajachel ist sicherlich die bekannteste Ortschaft und auch die am besten touristisch entwickelte. Viele der Hotels und Restaurants am See finden sich hier. Doch auch die anderen Dörfer wie Santiago Atitlán oder San Pedro la Laguna heißen die Besucher willkommen.
Die indigene Kultur am Atitlán See wurde sogar auf einer Münze Guatemalas dargestellt. Das "Modell" dazu haben wir gesprochen, so sagt man. Auf alle Fälle ist die Art, wie die Frauen ein Band um den Kopf wickeln und damit den Eindruck eines Hutes erwecken, eine faszinierende Art der Kopfbedeckung.
Übrigens stand von einiger Zeit an dieser Stelle ein riesiger Vulkan. Bei seiner Explosion hinterließ er einen tiefen Krater (der heutige See) sowie diese reizvolle Vulkanlandschaft. Die Asche der Explosion wurde weit verstreut, man fand sie laut der Legende sogar in Kalifornien und Kolumbien.
Reisen durch Guatemala

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